Aktuelles

Interview

Artikel aus "Christkatholisch" vom 20. 05. 2017

Jahrestagung des Internationalen Arbeitskreises Altkatholizismusforschung

Am 28. und 29. April 2017 traf sich der „Internationale Arbeitskreis Altkatholizismusforschung“ (IAAF) in Bonn zu seinem jährlichen Austausch über aktuelle Forschungsprojekte. Der Arbeitskreis wird seit 1998 von Prof. Angela Berlis (Bern) mit der jeweiligen wissenschaftlichen Assistenz am Bonner Seminar organisiert und geleitet; seit 2016 liegt die Leitung bei ihr, Prof. Andreas Krebs (Bonn) und Prof. Peter-Ben Smit (Utrecht/Amsterdam).

 

Buchvernissage und Apéro mit dem Autor. Dr. Dr. Douglas Pratt ist Professor für Religious Studies an der Waikato Universität (Neuseeland) und Adjunct Professor am Departement für Christkatholische Theologie der Universität Bern. Die Veranstaltung wird gemeinsam mit dem Verlag Koningklijke Brill NV durchgeführt.

Dienstag, 23. Mai 2017, 18.15 Uhr. Universität Bern, Lerchenweg 36, Hörsaal F -113

Die Herausforderung durch die Anderen

45. Internationale Altkatholische Theologenkonferenz

3.-7. September 2017 im Zinzendorfhaus, Neudietendorf (Deutschland)

Wer in Gemeinschaft mit anderen lebt, lässt sich von ihnen auch herausfordern. Diese Perspektive ist für die bevorstehende Theologenkonferenz 2017 leitend. Die Konferenz sieht Vorträge von Theologinnen und Theologen aus unterschiedlichen kirchlichen Traditionen und Workshops zu Theologie und Praxis in den genannten Themengebieten vor.

Wer:  Alle, die sich fürs Studium interessieren
Wo:   Am 16. September 2017, 14-16h. Treffen im Christkatholischen Studentenheim, Pavillonweg 10, Bern (3 Minuten vom Bahnhof), anschliessend Fortsetzung im Departement für Christkatholische Theologie, Länggass-Str. 51, Bern
Was: Informationen über das Studium und über spätere Berufsmöglichkeiten (durch Prof. Dr. Angela Berlis und Bischof Dr. Harald Rein)

Anmeldung an: depchristkath@theol.unibe.ch (Stichwort: „Infonachmittag 16.9.“)

Vom 29. August bis 2. September 2016 traf sich die 44. Internationale Alt-KatholischevTheologenkonferenz in Neustadt/W. (Deutschland) zum Thema „Den Glauben weitergeben“. Dabei wurden Workshops und Präsentationen über die Weitergabe des Glaubens in der kirchlichen Praxis mit theologischen Reflexionsvorträgen verbunden.

Die drei Grundvollzüge der Kirche (Leitourgia, Diakonia und Martyria) bildeten die Basis für die Themenbereiche der Konferenz: neue Formen der Seelsorge über die Gemeindegrenzen hinaus (Pflegeheim, Citykirche, geistliches Zentrum), Neubau und Neueinrichtung von Kirchengebäuden (unter Berücksichtigung der liturgischen Möglichkeiten und der Kirchenpädagogik), sowie neuere katechetische Methoden und Inhalte (z.B. bezüglich Sakramentenkatechese, Erwachsenenbildung, Katechese als Mystagogie).

Die Konferenz verstand „Weitergabe des Glaubens“ als vielstimmige Fortsetzung und Weiterentwicklung des Lebens einer Glaubensgemeinschaft in allen ihren Vollzügen. Vor diesem Hintergrund konnte die Konferenz die altkatholische Communio-Ekklesiologie sowohl in Hinblick auf Initiation und Mystagogie als auch auf kirchliche Präsenz und kirchlichen Dienst über Gemeindegrenzen hinaus vertiefen. Die Weitergabe des Glaubens geschieht dabei sowohl diachron als auch synchron, von Generation zu Generation, durch die Geschichte hindurch und im Hier und Heute. Getragen wird sie von der Kirche als Gemeinschaft und den einzelnen Gläubigen. Als Kraft und zugleich als Herausforderung altkatholischer Ekklesiologie und Theologie erwies sich, dass sie grundsätzlich von der eucharistischen Gemeinschaft her denkt. Kennzeichnend für eine derartige Gemeinschaft ist, dass sie in ihrem Feiern, Dienen und Bezeugen über die eigenen Grenzen hinaus wirkt. Zugleich wird sie dazu herausgefordert, die damit einhergehenden ekklesialen Grauzonen als Ausdruckformen von Kirchesein theologisch zu reflektieren.

Der Konferenzausflug führte dieses Jahr nach Worms, wo die Denkmäler einer Jahrhunderte alten jüdischen Lehrtradition die Konferenzteilnehmenden zu einer vertieften Reflexion von Lernen und Lehren inspirierten.

Die Internationale ökumenische Tagung "Kirchenreform durch die Erneuerung des Gottesdienstes. Die liturgischen und ekklesiologischen Anliegen von Adolf Thürlings und ihre Wirkung bis heut", die vom 25.-26. November 2016 in Bern stattgefunden hat ist mit Erfolg vom Departement für Christkatholische Theologie und dem Kompetenzzentrum Liturgik orgnisiert worden. Auf der Tagung präsentierten WissenschafterInnen aus verschiedenen theologischen Tradition die Bedeutung von Adolf Thürlings für die Erneuerung der Liturige in seiner Zeit und in wie weit diese in ihrer heutigen Feier aufgearbeitet wurde. Unterandem wurde die Wirkung seiner Arbeit im  20. Jahrhundert beleuchtet und Ansätze für zeitgenössiche liturigsche Reformanliegen des 21. Jahrhunderts diskutiert. Bezüglich Adolf Thürlings siehe den unten verlinkten Artikel von Prof. Dr. Angela Berlis in Christkatholisch 22/2016, 4-5.