Aktuelles

Wollten Sie schon immer mal wissen, was christkatholische Theologinnen und Theologen umtreibt, an welchen Themen sie gerade arbeiten und in welchen ökumenischen Zusammenhängen dies geschieht? Wir stellen Ihnen u. a. ein Buch über die Christkatholische Kirche und Theologie vor, das wir gemeinsam für ein breiteres Publikum erarbeitet haben. Als Gast haben wir Prof. Dr. Pedrag Dragutinovic (Theologische Fakultät Belgrad) eingeladen.

Am 19. Dezember 2017 ist Prof. Jenny Dixon, Vizerektorin Strategie der Universität von Auckland (Neuseeland), zu Gast an der Theologischen Fakultät. Im Rahmen des fakultären Mentoringprogramms hält sie einen Vortrag über "Gender equity: advancing women's careers in universities". Dixon ist Geographin und seit 2001 Professorin an der Universität Auckland, ihr Fachgebiet ist Städteplanung und –entwicklung. Seit 2012 ist sie als Vizerektorin Strategie mit der Entwicklung der Universität Auckland auf nationaler und internationaler Ebene betraut. Wo es um Bildungs- und Entwicklungsfragen ging, hat sie mehrfach Premierminister von Neuseeland auf Auslandsreisen begleitet. Im Vortrag wird sie darauf eingehen, wie die Universität Auckland Gleichstellung als Bestandteil ihrer strategischen Entwicklung betrachtet und sich an internationalen Netzwerken, u.a. einem “Women and Leadership”-Programm beteiligt.

Die Veranstaltung wird durch das Mentoringprogramm der Theologischen Fakultät, mit Unterstützung des Instituts für Christkatholische Theologie, durchgeführt und ist nicht-öffentlich.

1947 führte die Tschechoslowakische Hussitische Kirche die Frauenordination ein. Aus diesem Anlass veranstaltete die  Hussitisch-Theologische Fakultät der Karls-Universität Prag am 23./24. November die Internationale Konferenz „Žena VYsvěcená“ („A Woman Ordained“). Prof. Dr. Angela Berlis hielt einen Vortrag über „Die Bedeutung anthropologischer Argumente der Scholastik für die moderne Debatte um die Frauenordination“.

Das Institut für Christkatholische Theologie der Universität Bern und der Schweizerische Rat der Religionen (SCR) haben am 11. November 2017 in Zusammenarbeit mit der Schweizerischen Theologischen Gesellschaft (SThG) und dem Haus der Religionen erstmals gemeinsam eine Tagung veranstaltet zum Thema «Wenn meine Wahrheit nicht Deine Wahrheit ist – Wahrheitsanspruch und Pluralität der Religionen in der Schweiz».

Experten aus Marokko, Tunesien und Oman diskutierten über Toleranz in der Islamischen Welt. Prof. Dr. Dr. Douglas Pratt, derzeit Lehrstuhlvertreter für Systematische Theologie am Institut für Christkatholische Theologie, war mit dabei.
 

Ein Gepräch über Spiritualität, Gnade und Freiheit, Schönheit und die Weitergabe des Glaubens

Das Institut für Christkatholische Theologie hat sich im Rahmen der diesjährigen Nacht der Forschung von seiner musikalischen Seite gezeigt.

Vor 100 Jahren starb Johann Friedrich, erster Dekan der 1874 gegründeten christkatholischen Katholisch-Theologischen Fakultät, Augenzeuge des Ersten Vatikanischen Konzils

Interview

Artikel aus "Christkatholisch" vom 20. 05. 2017

Jahrestagung des Internationalen Arbeitskreises Altkatholizismusforschung

Am 28. und 29. April 2017 traf sich der „Internationale Arbeitskreis Altkatholizismusforschung“ (IAAF) in Bonn zu seinem jährlichen Austausch über aktuelle Forschungsprojekte. Der Arbeitskreis wird seit 1998 von Prof. Angela Berlis (Bern) mit der jeweiligen wissenschaftlichen Assistenz am Bonner Seminar organisiert und geleitet; seit 2016 liegt die Leitung bei ihr, Prof. Andreas Krebs (Bonn) und Prof. Peter-Ben Smit (Utrecht/Amsterdam).

 

Vom 29. August bis 2. September 2016 traf sich die 44. Internationale Alt-Katholische Theologenkonferenz in Neustadt/W. (Deutschland) zum Thema „Den Glauben weitergeben“. Dabei wurden Workshops und Präsentationen über die Weitergabe des Glaubens in der kirchlichen Praxis mit theologischen Reflexionsvorträgen verbunden.

Die drei Grundvollzüge der Kirche (Leitourgia, Diakonia und Martyria) bildeten die Basis für die Themenbereiche der Konferenz: neue Formen der Seelsorge über die Gemeindegrenzen hinaus (Pflegeheim, Citykirche, geistliches Zentrum), Neubau und Neueinrichtung von Kirchengebäuden (unter Berücksichtigung der liturgischen Möglichkeiten und der Kirchenpädagogik), sowie neuere katechetische Methoden und Inhalte (z.B. bezüglich Sakramentenkatechese, Erwachsenenbildung, Katechese als Mystagogie).

Die Konferenz verstand „Weitergabe des Glaubens“ als vielstimmige Fortsetzung und Weiterentwicklung des Lebens einer Glaubensgemeinschaft in allen ihren Vollzügen. Vor diesem Hintergrund konnte die Konferenz die altkatholische Communio-Ekklesiologie sowohl in Hinblick auf Initiation und Mystagogie als auch auf kirchliche Präsenz und kirchlichen Dienst über Gemeindegrenzen hinaus vertiefen. Die Weitergabe des Glaubens geschieht dabei sowohl diachron als auch synchron, von Generation zu Generation, durch die Geschichte hindurch und im Hier und Heute. Getragen wird sie von der Kirche als Gemeinschaft und den einzelnen Gläubigen. Als Kraft und zugleich als Herausforderung altkatholischer Ekklesiologie und Theologie erwies sich, dass sie grundsätzlich von der eucharistischen Gemeinschaft her denkt. Kennzeichnend für eine derartige Gemeinschaft ist, dass sie in ihrem Feiern, Dienen und Bezeugen über die eigenen Grenzen hinaus wirkt. Zugleich wird sie dazu herausgefordert, die damit einhergehenden ekklesialen Grauzonen als Ausdruckformen von Kirchesein theologisch zu reflektieren.

Der Konferenzausflug führte dieses Jahr nach Worms, wo die Denkmäler einer Jahrhunderte alten jüdischen Lehrtradition die Konferenzteilnehmenden zu einer vertieften Reflexion von Lernen und Lehren inspirierten.