Aktuelles

DOCTORAL COLLOQUIUM WITH PROF. JOHN BEHR (UNIVERSITY OF ABERDEEN)

On 13 Sep 2021, the Institute of Old Catholic Theology with the Institute for New Testament Studies held an online doctoral colloquium as part of the study day with Prof. John Behr “Divine Flesh: Human Being in Early Christianity and Today.” This event took place thanks to the financial support by the Fund for the Promotion of Young Researchers (University of Bern).

Doctoral students from the Universities of Bern, Geneva, and Fribourg presented papers that either directly addressed current issues in theological anthropology (from the image of God to death) or considered topics closely related to them (e.g., the place of Mary in theology). After each presentation, the students had an opportunity to hear a response from Prof. Behr and exchange ideas with other participants, including the research team of the SNF project “Image of God and Abyss of Desires.”

Such a gathering of young scholars, on the one hand, and experts in the field, on the other, generated dynamic discussions, during which Prof. Behr constantly emphasised the necessity of approaching Christian sources without applying to them an a priori given set of theological views.

Das Institut für Christkatholische Theologie verleiht im Jahr 2021 den Christkatholischen Theologiepreis an Studierende der Theologischen Fakultät (BA, MA oder Doktorat) der Universität Bern
zum Thema “Krise und Transformation”.

„Ökumenische Begegnungen in Siebenbürgen“

Datum: 9.-16.10.2021
Organisiert von Prof. Dr. Georgiana Huian und Prof. Dr. Angela Berlis, Institut für Christkatholische Theologie

Wir wollen Siebenbürgen entdecken. Nicht nur als Region im Zentrum Rumäniens, mit ihren bergigen Landschaften, mittelalterlichen Städten und schönen Kirchen. Sondern auch als Kulturlandschaft, in der seit vielen Jahrhunderten verschiedene Konfessionen und Kulturen aufeinandertreffen und zusammenleben. Kommen Sie mit!

Dieses Buch ist eine Einführung in die Arbeit zweiter wichtiger Initiativen für den Christlich-Muslimischen Dialog im 21. Jahrhundert – «Building Bridges» und «Theologisches Forum Christentum Islam» - und widmet sich fünf theologische Themen, mit denen sich die beiden Initiativen auseinandersetzen.
 

Eine Übersicht und Analyse zu Anfang, Entwicklung, Ergebnis und Bedeutung, der ausgewählten Themen – Gemeinschaft, Schrift, Prophetie, Gebet und Ethik – sowie deren Diskussion, führen zu einer vertieften Auseinandersetzung mit den gegenwärtig wesentlichen muslimisch und christliche Forschungsthemen, die für beide Gemeinschaften wichtig sind. Das Resultat stellt die weitverbreitete Annahme der gegenseitigen unüberwindbaren Feindseligkeit, sowie der gegenseitigen Zurückweisung bis hin zu Fällen von gewalttätigem Extremismus vor eine Herausforderung.

Dieses Buch richtet sich sowohl an eine breitere Leserschaft, wie auch an fortgeschrittene Studierende und Fachleute im Bereich Christlich-Muslimischer Dialog und zeigt, dass heute eine tiefe interreligiöse Begegnung zwischen den zwei Religionen möglich ist.

***

This book introduces and examines the work of two significant 21st century Christian – Muslim dialogue initiatives – "Building Bridges" and the "Christian–Muslim Theological Forum" – and gives close attention to five theological themes that have been addressed in common by them.

An overview and analysis, including inception, development, outputs and significance, together with discussion of the select themes – community, scripture, prophecy, prayer and ethics – allows for an in-depth examination of significant contemporary Muslim and Christian scholarship on issues important to both faith communities. The result is a challenging encounter to, arguably, a widespread default presumption of irredeemable mutual hostility and inevitable mutual rejection with instances of violent extremism as a consequence. 

Demonstrating the reality that deep interreligious engagement is possible between the two faiths today, this book should appeal to a wide readership, including upper undergraduate and graduate teaching as well as professionals and practitioners in the field of Christian-Muslim relations.

 

Prof. Dr. Douglas Pratt ist seit über 10 Jahren adjunct professor am Institut für Christkatholische Theologie.

Doktorandin Miriam Schneider MA und ehem. Assistentin am Institut hat Prof. Dr. Douglas Pratt bei den deutschsprachigen Beiträgen des Theologischen Forums Christentum Islam unterstützt. Diese Mitarbeit wurde durch den «Eugène und Louis Michaud-Fonds des Departements für Christkatholische Theologie der Universität Bern» ermöglicht.

Am 20. März findet der erste interreligiöse Netzwerktag der Christkatholischen Kirche der Schweiz zum Thema «interreligiöser Dialog – wie geht das?» statt. 
Gemeinsam wollen wir unsere Erfahrungen im interreligiösen Dialog austauschen, unser interreligiöses Engagement füreinander und für die ganze Kirche sichtbar machen. Wir erarbeiten neue Ideen für interreligiöse Projekte und lassen uns durch Referate (Dr. theol. Dr. h.c. Doris Strahm, Pfr. Dr. theol. Adrian Suter und Miriam Schneider MA IRS) für interreligiöse Stolpersteine sensibilisieren.
Die Veranstaltung richtet sich an Christkatholik*innen, die sich im interreligiösen Dialog engagieren oder engagieren möchten, sowie an alle, die sich für die Thematik interessieren.

Der Netzwerktag wird online via Zoom auf Deutsch durchgeführt.
Anmeldung bis 26. Februar an Miriam Schneider miriam.schneider@theol.unibe.ch

Vom 12. - 14.11.2020 fand am Institut für Christkatholische Theologie das Doktorandenkolloquium mit Prof. Dr. George Pattison statt. Er ist einer der bedeutendsten systematischen Theologen in Grossbritannien und Priester der Anglikanischen Kirche und arbeitet an der University of Glasgow als Professor of Theology & Modern European Thought (hat den 1640 Chair of Divinity inne). Seine Schwerpunkte liegen in den Bereichen: Begriff Gottes; Phänomenologie und religiöses Leben/Spiritualität; Existentialismus und religiöses Leben, insbesondere bei Kierkegaard, Dostojewski und Heidegger; russische Religionsphilosophie; Religion und Bildende Kunst.

Herr Prof. Dr. Pattison konnte uns trotz der Distanz, welche die momentane Situation verlangt, inspirieren und zum Denken anregen. Das Thema «Human being, who are you?» hat uns über die drei Tage begleitet, in welchen  Prof. Dr. Pattison seine Trilogie "A Philosophy of Christian Life" mit den Teilnehmenden diskutierte und den dritten, noch nicht erschienen, Teil vorstellte. Nach diesen Einblicken sind wir gespannt auf die Publizierung des dritten Bands der Trilogie, «A Metaphysics of Love». Dieser Einblick wurde auf zwei Arten ergänzt. Auf der einen Seite durch Fragen und Diskussionszeiten, welche von Prof. Dr. Georgiana Huian und Prof. Dr. Peter-Ben Smit geleitet wurden und zum anderen von den Präsentationen der Doktoranden und Doktorandinnen. Dabei handelte es sich um einen Ansatz von Milan Kostrešević zum Thema: «Die paulinischen Wege der Selbstbeherrschung und die ἐγκράτεια in der griechisch-römischen Welt». Freitags hielt Ilya Kaplan sein Referat mit dem Titel «The Image of God and the Body of Christ» gefolgt von den Erläuterungen von Sam Koshy Thalathayil zu «Christology as the Foundation and the Goal of Anthropology», welche das Thema der Anthropologie aus christologischer Perspektive beleuchteten. Das Kolloquium wurde abgeschlossen von den Doktorandinnen Martina Narman und Miriam Schneider, welche zu den Themen «The Religious Identity of Emilie Loyson-Merimans (1833-1909)» und «Who is the Religious Other?» referierten. Trotz der Distanz förderte das Doktorandenkolloquium den Ideenaustausch über die neuesten Ansätze in der theologischen Anthropologie, die aus verschiedensten Perspektiven beleuchtet wurden.

Der Abendvortrag findet am Mittwoch 30.9.2020, 18.15-19.45 im Raum 220 (im Hauptgebäude der Universität Bern) statt.

Obligatorische Anmeldung bis zum 23. September 2020 an severin.kueenzi@theol.unibe.ch.
 

Siegel des Göttlichen
Von der Theologie zur Anthropologie und zurück
Seal of the Divine
From Theology to Anthropology and Back
Bern, 30. Sept. – 2. Okt. 2020

Das Siegel: Die Doppelseitigkeit von Bildgeber und Bildempfänger, Form und Material, macht den Gedanken der Ebenbildlichkeit im Kontext der Unerkennbarkeit Gottes produktiv und zugleich rätselhaft. Ausgangspunkt unserer Fragestellung ist die prinzipielle Unerkennbarkeit Gottes, die in der jüdisch-christlichen Tradition fest verankert ist (Ex 33,20: «Du kannst mein Angesicht nicht schauen, denn kein Mensch bleibt am Leben, der mich schaut»; Jh 1,18: «Niemand hat Gott jemals gesehen»). Ebenso fest verankert ist die anthropologische Aussage, dass der Mensch nach dem Ebenbild Gottes geschaffen wurde (Gen 1,26-27).

Im Rahmen einer apophatischen Anthropologie wollen wir gemeinsam untersuchen, wo und in welcher Weise es einen Weg von der Theologie zur Anthropologie und zurückgibt.

Dimensionen der Fragestellung:

  • Negative Theologie und Gottes Unerkennbarkeit
  • Der Mensch als Abbild des Abbildes
  • Christus Urbild des Menschen und Neuer Adam
  • Das Begehren in seiner Ambivalenz zwischen tierischem Trieb und göttlichem Antrieb
  • Tiefe und Abgrund als Bilder für Gott und den Menschen in ihrer Unergründbarkeit und Rätselhaftigkeit

Die Tagung will Brücken schlagen zwischen Ost und West, zwischen Geschichte und Gegenwart: jüdische, pagan-religiöse, neutestamentliche und frühchristliche Schriften sollen ins Gespräch gebracht werden mit Positionen gegenwärtiger systematischer Theologie.

Obligatorische Anmeldung für die ganze Tagung oder für einzelne Tage bis zum 23. September 2020 an severin.kueenzi@theol.unibe.ch.

In HS 2020 wird Prof. Dr. Georgiana Huian ein Seminar zum Thema „Theologie hinter dem «eisernen Vorhang» (1945-1990)“ jeweils dienstags, 10-12 Uhr, im Raum F-101 (Unitobler) durchführen. Das Seminar untersucht definitorische Elemente der Geschichte der Kirchen verschiedener Konfessionen zwischen 1945 und 1990 in den Ländern Mittel- und Osteuropas, die unter kommunistischen Regimes standen. Im Fokus stehen vier thematische Dossiers, die die Situation in der DDR, in der UdSSR, in Rumänien und in Polen anhand verschiedener historischen Studien und Zeugnisse rekonstruieren sollten.

In HS 2020 wird Prof. Dr. Georgiana Huian eine Vorlesung zum Thema „Einführung in die orthodoxe Theologie. Diesseits der Ikonen. Jenseits der Bilder“ jeweils mittwochs, 10-12 Uhr, im Seminarraum 116 (Mittelstrasse 43) halten. Die Vorlesung nimmt die Problematik der Ikone als Schlüssel zur Einführung in die orthodoxe Theologie. Sie analysiert die Begründung der Ikonentheologie in der Menschwerdung des Sohnes Gottes als wahres «Ebenbild des unsichtbaren Gottes» (Kol. 1, 15) und präsentiert die Anfänge und Entwicklung der Ikonentradition. Als ökumenische Veranstaltung lädt sie ein zu einer vertieften Reflexion über die Rolle des Bildes in der christlichen Theologie.

In FS 2020 wird Prof. Dr. Georgiana Huian eine Lehrveranstaltung zum Thema „Die Schönheit der Neuen Eva – die Mutter Gottes als Archetyp der Kirche“ jeweils dienstags, 16-18 Uhr, im Raum F 004 (Unitobler) durchführen. Die Übung untersucht die Perspektiven, die die exemplarische Rolle und den Archetyp-Wert der Mutter Gottes für die Kirche unterstreichen. Sie verbindet somit die Mariologie (Theotokologie), die selbst aus der Christologie stammt und mit ihr vereinigt bleibt, mit der Ekklesiologie. Ausgehend von orthodoxen und christkatholischen dogmatischen Darstellungen, wenden wir uns auch zu einem Vergleich mit der römisch-katholischen Mariologie und eröffnen die Diskussion zur Rolle Marias in anderen Konfessionen und in ökumenischen Dokumenten. Laut der Folgen der hypostatischen Union der zwei Naturen in Christus, ist die Jungfrau Maria die Gottesgebärerin. Im Licht dieser christologischen Begründung ist nicht nur ihre Beziehung mit Jesus Christus zu bestimmen, sondern auch ihre perfekte Gemeinschaft mit den Personen der Trinität, ihre Beziehung mit den Heiligen, mit den Engel-Hierarchien, und mit allen Menschen zu sehen. Anhand von zeitgenössischen theologischen Texten folgen wir wie die Gottesgebärerin zu einem Bild der tiefsten Liebesgemeinschaft und zu einer beseelten Kirche wird, in deren die Trinität ruht.

Orthodoxie in der Schweiz

800 Jahre Serbisch-orthodoxe Kirche und 50 Jahre ihrer offiziellen Mission in der Schweiz

8. -10. November 2019, Zürich

Die Konferenz wird in Zusammenarbeit zwischen dem Institut für Christkatholische Theologie und der serbisch-orthodoxen Kirche durchgeführt. Diese Zusammenarbeit ist nicht zufällig, bestehen doch seit langem vielfältige wissenschaftliche und praktische Kontakte zwischen unseren Kirchen an vielen Orten in der Schweiz.

Der Anlass für die Tagung ist das selbständige 800jährige Bestehen der serbisch-orthodoxen Kirche seit 1219 und die Gründung einer gesamtschweizerischen Kirchgemeinde Heilige Dreifaltigkeit im Jahr 1969 in Bern.

Es werden Vorträge zu historischen, theologischen und ökumenischen Themen sowie zu Spiritualität und religiöser Kunst und der Frage der rechtlichen Stellung orthodoxer Kirchen in der Schweiz gehalten. Während es sich am Freitag und am Samstagvormittag v.a. um eine (für Interessierte offene) Fachtagung handelt, wird die Tagung ab Samstagnachmittag ausdrücklich für eine breitere Öffentlichkeit offenstehen:  Ab 15 Uhr werden öffentliche Vorträge gehalten, u.a. um 15.30 Uhr ein Vortrag von Pr. Miroslav Simijonović über „Orthodoxe Kunst und Architektur im Westen“. Um 17 Uhr findet eine Vesper statt. Am Sonntag wird das Jubiläum zudem mit der Göttlichen Liturgie unter Vorsitz von Bischof Andrej Ćilerdžić gefeiert.

Die Konferenz beginnt am Freitag, 8. November 2019, um 12 Uhr in der Elisabethenstrasse 20, Zürich, und wird am Samstag, 9. November im Glattstegweg 91 fortgesetzt. Die Göttliche Liturgie findet am Sonntag in der Elisabethenstrasse 20 statt.

Die Tagung ist kostenfrei. Anmeldung wird erbeten an Ass. Milan Kostresević: milan.kostresevic@theol.unibe.ch

Weitere Informationen, u.a. über das Programm:

Nähe, Distanz und Macht. Kirche und Seelsorge im #MeToo-Zeitalter

46. Internationale Altkatholische Theologenkonferenz, 26.-30. August 2019 in Wislikofen AG (Schweiz)

Die 46. Internationale Altkatholische Theologenkonferenz, die vom 26.-30. August 2019 in Wislikofen AG (Schweiz) stattfand, befasste sich mit „Nähe, Distanz und Macht. Kirche und Seelsorge im #MeToo-Zeitalter“ und griff damit ein aktuelles Thema auf, das Gesellschaft und Kirche beschäftigt.

In einem ersten Themenkreis kamen die Massnahmen und Leitlinien zur Sprache, die in den letzten Jahren in mehreren altkatholischen Kirchen, aber auch in den zur Anglikanischen Gemeinschaft gehörenden Kirche von England und in der Convocation of Episcopal Churches in Europa zur Prävention von Missbrauch erarbeitet worden sind. Der Informationsaustausch wurde in den grösseren historischen Kontext gesellschaftlicher Transformationsprozesse bezüglich Geschlechterrollen und Sexualität hineingestellt, wie sie sich seit der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts zumindest in westlich geprägten Gesellschaften vollziehen und für den gesamtgesellschaftlichen Diskurs als bestimmend erweisen. Auch Kirchen sind Teil solcher gesellschaftlichen Veränderungsprozesse und müssen darauf reagieren.

Ein zweiter Themenkreis widmete sich Macht, Amt und Geschlecht. «Amt» wurde dabei zum einen auf Geistliche bezogen, aber auch in mehreren Statements spezifischer aus Sicht eines Bischofs, einer Synodepräsidentin und eines Dirigenten beschrieben. In allen Darstellungen zeigte sich, dass Macht – ähnlich wie Autorität – immer durch Formen der Anerkennung (bisweilen auch der Aberkennung) durch andere gekennzeichnet ist; das Nachdenken über Macht hat sich heute – nicht zuletzt unter Einfluss kritischer Theorien wie der feministischen Theologie oder moderner Denkerinnen und Denker wie Michel Foucault – immer auch mit Machtbeziehungen und Macht-in-Beziehung auseinanderzusetzen. Unter den genannten Aspekten betrachtet, ist Macht immer eine gestaltete Form des Miteinanders, die in demokratischen und synodalen Systemen immer der Rechenschaftsverpflichtung unterliegt.

Der dritte Themenkreis schloss bei den beiden vorangegangenen an und stellte seelsorgerliche Macht und Grenzüberschreitung in seelsorgerlichen Beziehungen in den Mittelpunkt. Dabei wurde die Verantwortung des Seelsorgers bzw. der Seelsorgerin in pastoralen Beziehungen hervorgehoben. Workshops zu den Themen Jugendseelsorge, Traumatherapie und kirchliches Engagement in sozialen Brennpunkten zeigten die Vielfältigkeit des Themas und die Breite sozialer Beziehungen und pastoraler Verantwortung auf.

An der Tagung nahmen etwa 35 zumeist im Bereich der Seelsorge arbeitende Personen aus der Schweiz, Deutschland, Österreich, Polen und den Niederlanden teil. Für kleine Kirchen wie die alt-katholischen es sind, stand bei dieser Konferenz die Frage nach einer guten Balance zwischen Nähe und Distanz in Beziehungen immer im Hintergrund, mit der genannten Thematik nun unter einem bis dahin noch nie so explizit ausgeleuchteten Horizont. Viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer äusserten am Ende denn auch den Wunsch, die Thematik in den nächsten Jahren weiter zu vertiefen, etwa in einer künftigen Internationalen Altkatholischen Theologenkonferenz; zunächst aber soll das Thema in jeder einzelnen altkatholischen Kirche weiterwirken und zu vertiefter Sensibilisierung und allenfalls weiteren konkreten Handlungsleitlinien führen.

Die Vorbereitungsgruppe der Internationalen Altkatholischen Theologenkonferenz

1. September 2019

Am Montag, 27. Mai 2019 findet am Institut für Christkatholische Theologie der Vortrag von Rev. Dr. David Marshall statt, Programm executive in interreligious Dialogue and cooperation at the World Council of Churches in Geneva.

Christkatholische, evangelische und orthodoxe Doktorierende präsentieren aus ihren kirchenhistorischen Qualifikationsarbeiten in englischer und deutscher Sprache. Teilnahme ohne Präsentation ist für Doktorierende aus Bern, Basel und Zürich möglich.

Leitung: Prof. Dr. Angela Berlis, Institut für Christkatholische Theologie, Universität Bern, und Prof. Dr. habil. Daniel Buda, Juniorprofessor an der orthodoxen Theologischen Fakultät der Universität Sibiu und im FS 2019 Lehrbeauftragter Orthodoxe Theologie an der _Theologischen Fakultät Bern.

Veranstaltungsort: Universität Bern, Unitobler, Lerchenweg 36, Raum F 003

Anmeldung bis 15. Mai 2019: angela.berlis@theol.unibe.ch

Aufbruch und Widerspruch. Schweizer Theologinnen und Theologen im 20. und 21. Jahrhundert, hg. von Angela Berlis, Stephan Leimgruber und Martin Sallmann

TVZ Theologischer Verlag Zürich, 848 Seiten, CHF 78.–/€ 70.–

Von Othmar Keel zu Doris Strahm, von Robert Leuenberger zu Herwig Aldenhoven: Das
vorliegende ökumenische Handbuch versammelt Biografien von 55 massgeblichen theologischen
Persönlichkeiten aus der Schweiz. Sie alle haben im 20. Jahrhundert und bis in
die neueste Zeit das theologische Verstehen und ethische Handeln in den Kirchen, an den
Universitäten und in der Gesellschaft reflektiert und geprägt, sei es in biblischer, ökumenischer
oder interreligiöser Hinsicht, sei es aus historischer, systematischer oder praktischer
Perspektive.

Die göttliche Dreifaltigkeit in heutigen systematischen und politischen Diskursen

Antrittsvorlesungen an der Berner Theologischen Fakultät

Am 14. März 2019 war es soweit: Die neue Professorin und der neue Professor für Systematische Theologie und Ökumene am Institut für Christkatholische Theologie, Prof. Georgiana Huian und Prof. Peter-Ben Smit, hielten vor einem interessierten Publikum gemeinsam ihre Antrittsvorlesungen.

Beide hatten das Thema „Dreifaltigkeit“ gewählt. Prof. Georgina Huian sprach über die innergöttliche Beziehung der Trinität, die von Durchlässigkeit (Perichorese) und Zirkulation geprägt ist. Sie lud an einen imaginären runden Tisch ein, an dem mehrere Theologen des 20. Jahrhunderts Platz nahmen: der evangelische Theologe Jürgen Moltmann, der römisch-katholische Schweizer Theologe Hans-Urs von Balthasar, der orthodoxe Theologe Ioannis Zizioulas und der christkatholische Theologe Herwig Aldenhoven. Prof. Huian schloss mit Überlegungen zur bekannten Ikone von Andrei Rubljov, das den Besuch der drei göttlichen Personen bei Abraham zeigt, die als Abbildung der Trinität gilt.

Prof. Peter-Ben Smit, der in Bern 2010 als damaliger Privatdozent schon einmal eine Antrittsvorlesung gehalten hat, stellte sich die Frage, was die Dreifaltigkeit mit Politik zu tun habe. Bevor er darauf näher einging, hielt er zunächst fest, dass altkatholische Theologie ökumenische Theologie sei. Ähnlich wie seine Kollegin berief auch er einige Theologen zum Gespräch ein, unter ihnen erneut Herwig Aldenhoven, einen Vorgänger auf dem Berner Lehrstuhl für Systematische Theologie und Ökumene, der die Einheit der Trinität in der Einheit der Ortskirchen gespiegelt sah. Schliesslich zeigte Prof. Smit auf, wie die Lehre der Dreifaltigkeit dazu herausfordere, heutige gesellschaftliche und politische Selbstverständlichkeiten wie Mehrheitsentscheidungen bei Volksabstimmungen oder rhetorische Gemeinplätze wie Selbstbestimmung neu zu durchdenken.

Die Wahl des Themas «Trinität» war ein schönes Zeichen der Synergie der beiden Vortragenden – in ihren Vorträgen wurde allerdings zur Freude der Anwesenden sehr schnell die grosse thematische Bandbreite deutlich, mit der an dieses Thema herangegangen werden kann.

Prof. Dr. Angela Berlis, Institutsvorsteherin

Letzte Woche stattete die Dekanin der Theologischen Fakultät Bern, Prof. Angela Berlis, der Belgrader Schwesterfakultät einen offiziellen Besuch ab. Im Zentrum standen zum einen Besprechungen über Formen künftiger Zusammenarbeit mit dem Dekan der Fakultät, Bischof Ignatije Midic (Dogmatik) und weiteren Professoren aus Bibelwissenschaften und Kirchengeschichte. Zum anderen wurde ein Buch über die christkatholische Theologie und Kirche in serbischer Sprache präsentiert. Das Buch entstand auf den Wunsch der Belgrader Fakultät, die ihren Studierenden genauere Kenntnisse über christkatholische Theologie und Kirche vermitteln will. Es wurde gemeinsam von den Mitarbeitenden des Instituts für Christkatholische Theologie erarbeitet und gehört ab sofort in Belgrad zur Pflichtlektüre im Studium der Ökumenischen Theologie.

Zur feierlichen Präsentation am 11. Februar waren auch ehemalige Berner Doktoranden eingeladen, die über ihre Studienzeit in Bern erzählten: Radomir Rakić, ehem. Sekretär ders Patriarchen und Beauftrager für Medien und Kommunikation der serbisch-orthodoxen Kirche, und Dragan Milin, Prof. em. für Altes Testament; zwei weitere ehemalige Doktoranden der Christkatholischen Theologischen Fakultät, die ebenfalls als Professoren an der Belgrader Fakultät gewirkt hatten, waren wegen des schlechten Wettersverhindert. Predrag Dragutinović, Prof. für Neues Testament und ebenfalls ehemaliger Stipendiat (der damaligen christkatholischen und der evangelischen Fakultäten) in Bern, hatte die Entstehung des Buches angeregt, um so die engen Beziehungen zwischen den Fakultäten zum Ausdruck zu bringen. Milan Kostrešević, einer von derzeit zwei serbischen Doktoranden in Bern, hat das Buch übersetzt, das in erweiterter Fassung auch in deutscher Sprache erscheinen wird.

Soeben erschienen: IKZ Heft 3-4/2018 mit Beiträgen über die Berufung auf die Reformation in der Argumentation über den Brexit (Charlotte Methuen), über die Deutung der Katharer in der Kirchengeschichte (Daniela Müller), über das theologische Denken des lutherische Theologen Robert W. Jenson (Louis C. Runhaar) und über neuere Ereignisse in der Assyrischen Kirche des Ostens (W. Schwaigert). Dazu Beiträge in der „Kirchlichen Chronik“ über die Feiern zum 70jährigen Bestehen des Weltkirchenrats im Jahr 2018 (Daniel Buda) und zur Belgrad-Bern-Connection (Predrag Dragutinović).

In FS 2019 wird Prof. Dr. Georgiana Huian ein Seminar zum Thema „Personen und Dynamik der Liebe in der Trinität“ halten. Das Seminar analysiert zeitgenössische dogmatische Betrachtungen über die Personen, die Beziehungen und die vollkommene Gemeinschaft der Liebe in der göttlichen Dreieinigkeit.

Am 22. November veranstaltet das Institut für Christkatholische Theologie im Rahmen des strukturierten Doktoratsprogramms Basel/Bern/Zürich einen Anlass, der Interessierten Gelegenheit zur Vernetzung bietet und weiterführende Diskussionen zu Gender in der kirchenhistorischen Forschung anregt.

Am Institut für Neues Testament und am Institut für Christkatholische Theologie werden zwei Qualifikationsstellen (Doktorat/PostDoc) im SNF-Projekt «Image of God» ausgeschrieben.

Kürzlich kam Seine Heiligkeit, Aram I., Katholikos des Großen Hauses von Kilikien, auf Einladung der Christkatholischen Kirche der Schweiz nach Bern. Er kam auch zur Theologischen Fakultät. Prof. Dr. Angela Berlis, Dekanin seit 1. August, hatte ihn im Februar d.J. an seinem Amtssitz in Antelias bei Beirut besucht. In den Räumen des Unitobler wurde der Gesprächsfaden wieder aufgegriffen. Es ging v.a. über das Theologiestudium in der Schweiz und im Libanon sowie über aktuelle theologische Fragen. Anschliessend hielt der hohe armenisch-apostolische kirchliche Würdenträger im Hauptgebäude der Universität einen Vortrag über die Situation der Christinnen und Christen im Mittleren Osten. Wer erwartet hatte, dass der promovierte Theologe, der früher einige Jahre lang Moderator des Weltkirchenrats in Genf war, über Christenverfolgungen klagen würde, hatte sich getäuscht. Statt dessen wies Aram I. auf die seit langem verbrieften Bürgerrechte der Christinnen und Christen und forderte deren Gleichstellung im öffentlichen Leben. Ausserdem wies er auf die Bedeutung der bleibenden Anwesenheit christlicher Gemeinschaften für den Religionsfrieden in der Region hin, für die auch Staaten und Kirchen im Westen einzutreten hätten. Auf den öffentlichen Vortrag, bei dem auch Vertreter der schweizerischen Politik anwesend waren, folgte eine angeregte Diskussion.

Am 1. November hält Frau Professorin Hildegund Keul am Institut für Christkatholische Theologie einen öffentlicher Vortrag. Prof. Dr. Hildegund Keul ist apl. Professorin für Fundamentaltheologie und vergleichende Religionswissenschaft an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg, Leiterin der dortigen Forschungsgruppe «Vulnerabilität, Sicherheit und Resilienz»

Weitere Informationen zur Referentin finden Sie hier

Zum Herbstsemester 2018 hat die Universitätsleitung auf Antrag der Theologischen Fakultät Bern die orthodoxe Theologin Georgiana Huian und den altkatholischen Theologen Peter-Ben Smit auf die seit Herbst 2015 vakante Professur für Systematische Theologie und Ökumene am Institut für Christkatholische Theologie berufen, G. Huian als Assistenzprofessorin mit Tenure Track und P.B. Smit als ausserordentlichen Professor. Die neue Professorin und der neue Professor werden ihre Stellen jeweils in Teilzeit wahrnehmen.

Dr. Dr. Georgiana Huian studierte Philosophie, Theologie und Klassische Philologie in Bukarest; sie promovierte 2012 in Philosophie in Paris/Bukarest und 2018 in orthodoxer Theologie in Paris. Seit Herbst 2017 ist sie bereits am Institut für Neues Testament in Bern mit einem einjährigen Exzellenzstipendium der Schweizerischen Regierung. Am 1. September wird sie die neue Stelle antreten.

Prof. Dr. habil. Peter-Ben Smit ThD studierte Theologie in Amsterdam, Utrecht und Sheffield. Er promovierte 2005 im Fach Neues Testament und habilitierte 2009 in Kirchengeschichte in Bern. Von 2008 bis 2011 arbeitete er als Pfarrer der christkatholischen Gemeinde in Bern. 2011 promovierte er am General Theological Seminary in New York in Systematischer Theologie. Seit 2017 ist er in Teilzeit Professor für Kontextuelle Exegese an der Freien Universität Amsterdam, am 1. Oktober tritt er zusätzlich seine Stelle in Bern an.

Prof. Dr. Angela Berlis, Vorsteherin ICKath

Secular Society and Religious Presence:  Religion-State Relations in Historical and Contemporary Perspectives

The fifth IREI conference will address the relation of religion and state within secular society. It will explore a range of contemporary issues as well as draw on historical studies. Topics will encompass a focus on practical issues in the context of Switzerland and Europe more generally, as well as address more general theoretical issues, including:

  • Changes to Landeskirche contexts & laws [with cross-Cantonal comparison & conversations]
  • Change and Adjustment for the Landeskirchen: the loss of hegemonic privilege; the challenge of new modus operandi within secular society
  • Challenges facing the dominant religious (Christian) culture which is declining / fragmenting
  • The presence of immigrant Christian communities / Churches [intra-religious diversity]
  • The presence of immigrant other religious communities [multi-religious diversity]
  • The presence of variant identities & communities of specific other religions [intra-religious diversity]
  • Interreligious engagement as a cross-religion modus vivendi within secular society
  • Religious and Interreligious engagement with secular society
  • Theology in the Public Square within a secular & multi-faith context: problems and prospects

The conference will include open public lectures and discussions as well as sessions for academic papers and scholarly exchange. It will include scholars and officials from Switzerland as well as scholars from other European countries and from further afield.

Further information

Der Internationale Arbeitskreis Altkatholizismus-Forschung IAAF tagte am 20. und 21. April 2018 in Bonn und feierte sein 20jähriges Bestehen. Anwesend waren Forschende aus den Niederlanden, Deutschland und der Schweiz, die sich über aktuelle Forschungsprojekte austauschten. Ein Bericht darüber wurde in Christkatholisch 11/2018 veröffentlicht.

Titel, Thesen, Theologie  – zur Bedeutung  kirchlicher Medien in Geschichte und Gegenwart

Internationale Tagung am 8. und 9. Juni 2018

Am 8. und 9. Juni 2018 fand eine vom Institut für Christkatholische Theologie organisierte Tagung zum 125jährigen Bestehen der seit 1893 in Bern erscheinenden, wissenschaftlichen «Internationalen Kirchlichen Zeitschrift» (IKZ) bzw. ihrer Vorläuferin «Revue Internationale de Théologie» (RITh) statt. Es war ein Anlass, sich mit verschiedenen Presserzeugnissen seit dem 18. Jahrhundert zu befassen, die sich dem Anliegen katholischer Reform widmeten. Auch der heutige Medienwandel und seine Auswirkungen für die gegenwärtige Zeitschriftenlandschaft kamen zur Sprache.

Prof. Angela Berlis, Vorsteherin des Instituts für Christkatholische Theologie (Bern) und seit 2016 Chefredakteurin der IKZ, wandte sich nach einer allgemeinen Einführung über die Entstehung der RITh/IKZ auf Initiative des russisch-orthodoxen Laien Alexander Kirejew exemplarisch der Frage zu, wie die IKZ während des Ersten Weltkrieges ihre internationale Ausrichtung zu wahren wusste: Die Zeitschrift wurde zu einem Forum für die im Entstehen begriffene ökumenische „Faith & Order“-Bewegung in Europa. Die Kulturhistorikerin Prof. Franziska Metzer (Luzern) widmete sich der Überlagerung von Erinnerungs- und Wissenschaftsgemeinschaften und ging näher auf historische Zeitschriften in der Schweiz des 19. Jahrhunderts ein, die aus ultramontanen Netzwerken hervorgingen, während Erika Moser (Bern) sich den liberal- und christkatholischen Zeitschriften aus der gleichen Zeit in der Deutsch- und der Westschweiz widmete. Prof. Stefan Rebenich (Bern) ging dem Verhältnis zwischen dem liberalen, kulturprotestantischen Verlag C. H. Beck und dem katholischen Kirchenhistoriker Ignaz von Döllinger, Spiritus rector der altkatholischen Bewegung, nach. Dr. Ewald Kessler (Heidelberg) rekonstruierte die Entstehung des „Theologischen Literaturblatts“ (1864) anhand der Korrespondenz Döllingers mit F. H. Reusch. Wie gut informiert über die armenischen Katholiken in der alt- bzw. christkatholischen Presse der 1870er Jahre berichtet wurde, nahm anschliessend Dr. Mariam Kartashyan unter die Lupe. Der autobiographische Rückblick von Dr. Heinz Gstrein (Wien) über seine Arbeit als Ostkirchenkorrespondent des „Altkatholischen Informationsdienstes“ (AKID) in Athen und Kairo in den 1970er Jahren wurde wegen seiner Abwesenheit verlesen und durch Erinnerungen der Witwe des AKID-Herausgebers Wolfgang Krahl, Marika Reichard-Krahl, ergänzt.

Am Freitagabend stiessen mit dem Apéro weitere Gäste dazu. Hier stand die IKZ im Mittelpunkt als internationale Zeitschrift, in der relevante theologische Themen aufgegriffen und in fundierter wissenschaftlicher Weise erörtert werden sowie über wichtige kirchliche und ökumenische Entwicklungen informiert wird. Dr. Beat Immenhauser (Schweizer Akademie der Geisteswissenschaften, Bern) referierte über den Digital turn und die damit verbundenen Veränderungen im Publikationswesen mit ihren Auswirkungen auch für die IKZ. Doz. Dr. Mattijs Ploeger (Utrecht) widmete sich der Wechselwirkiung zwischen Wissenschaft und Kirche, die im Titel der IKZ und ihrem Anliegen sichtbar wird. Es folgte eine kurze Aussprache unter Leitung von Prof. Angela Berlis.

Mit den Vorträgen von Dr. Dick Schoon (Amsterdam) und Gergely Csukas (Bern) kamen am Samstagvormittag die Berichterstattung „jansenistischer“ Nachrichtenmagazinge des 18. und 19. Jahrhunderts in den Blick sowie die (positive) Wahrnehmung des Jansenismus in einer pietistischen Zeitschrift des 18. Jahrhunderts. Dozent Wietse van der Velde (Utrecht) ging auf die Entwicklung des niederländischen „Oud-Katholiek“ vom religiösen Monatsblatt im ausgehenden 19. Jahrhundert zur kirchlichen Illustirerten seit Anfang des 21. Jahrhunderts ein. Martin Bürgin (Zürich) fasste am Ende seine Beobachtungen zusammen und hob die zentrale Rolle von Medien bei der Konstituierung wissenschaftlicher Gemeinschaften und Identität hervor. Medien können unterschiedliche Wissenskulturen miteinander verbinden, sie sind aber auch Mittel der Abgrenzung, etwa vom Ultramontanismus. So machte die Tagung mit ihrem angeregten Austausch sichtbar, wie „Territorien“ und Wissensgemeinschaften gebildet und abgebildet, wo sie aber auch „aufgebrochen“ werden.

Angela Berlis

Der Schweizerische Rat der Religionen SCR hat Dr. Harald Rein, Bischof der Christkatholischen Kirche der Schweiz, zum neuen Vorsitzenden des SCR für die Amtsdauer 2018 – 2020 gewählt. Er folgt auf Dr. Gottfried Locher, Ratspräsident des Schweizerischen Evangelischen Kirchenbundes SEK.

Mehr dazu erfahren Sie hier

Zum Amtsantritt als Präsident des Schweizerischen Rates der Religionen erschien ein Beitrag über Bischof Dr. Harald Rein, der auch als Privatdozent an der Theologischen Fakultät lehrt.

Bereits zum neunten Mal lädt die Christkatholische Kirche St. Peter und Paul am Rathausplatz und das Institut für Christkatholische Theologie zu einer vierteiligen Veranstaltungsreihe unter dem Titel «Spurensuche». Jeweils an einem Dienstagmittag äussern sich Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens in ganz persönlicher Weise zu Grundfragen und Grundwerten. Damit will die Christkatholische Kirche auf dem Hintergrund des christlich-abendländischen Denkens eine Brücke schlagen zwischen moderner Gesellschaft und Kirche. In der Schnelllebigkeit des Alltags offeriert die «Spurensuche» einen Moment des Innehaltens, der Ruhe und Besinnung.

Die Veranstaltungen, welche um 12.15 Uhr beginnen, dauern rund 30 Minuten und werden mit einem gemeinsamen Apéro in der Kirche abgeschlossen. Sie finden in einem liturgischen Rahmen mit Bibeltext, dem «Vater unser» und einem Segen statt und werden musikalisch begleitet.

Jede Reihe steht unter einem Thema – «Ewigkeit» heisst es in diesem Jahr. Die Gäste sind: Stadtpräsident Alec von Graffenried (24. April), der Schriftsteller Beat Sterchi (1. Mai), die Berner Staatsarchivarin Barbara Studer (8. Mai) und Guido Vergauwen, früherer Rektor der Universität Freiburg und Provinzial der Schweizer Dominikaner. Der Eintritt ist frei, am Schluss Kollekte zugunsten der Berner Beratungsstelle für Sans Papiers.

Wollten Sie schon immer mal wissen, was christkatholische Theologinnen und Theologen umtreibt, an welchen Themen sie gerade arbeiten und in welchen ökumenischen Zusammenhängen dies geschieht? Wir stellen Ihnen u. a. ein Buch über die Christkatholische Kirche und Theologie vor, das wir gemeinsam für ein breiteres Publikum erarbeitet haben. Als Gast haben wir Prof. Dr. Predrag Dragutinovic (Theologische Fakultät Belgrad) eingeladen.

Am 19. Dezember 2017 ist Prof. Jenny Dixon, Vizerektorin Strategie der Universität von Auckland (Neuseeland), zu Gast an der Theologischen Fakultät. Im Rahmen des fakultären Mentoringprogramms hält sie einen Vortrag über "Gender equity: advancing women's careers in universities". Dixon ist Geographin und seit 2001 Professorin an der Universität Auckland, ihr Fachgebiet ist Städteplanung und –entwicklung. Seit 2012 ist sie als Vizerektorin Strategie mit der Entwicklung der Universität Auckland auf nationaler und internationaler Ebene betraut. Wo es um Bildungs- und Entwicklungsfragen ging, hat sie mehrfach Premierminister von Neuseeland auf Auslandsreisen begleitet. Im Vortrag wird sie darauf eingehen, wie die Universität Auckland Gleichstellung als Bestandteil ihrer strategischen Entwicklung betrachtet und sich an internationalen Netzwerken, u.a. einem “Women and Leadership”-Programm beteiligt.

Die Veranstaltung wird durch das Mentoringprogramm der Theologischen Fakultät, mit Unterstützung des Instituts für Christkatholische Theologie, durchgeführt und ist nicht-öffentlich.

1947 führte die Tschechoslowakische Hussitische Kirche die Frauenordination ein. Aus diesem Anlass veranstaltete die  Hussitisch-Theologische Fakultät der Karls-Universität Prag am 23./24. November die Internationale Konferenz „Žena VYsvěcená“ („A Woman Ordained“). Prof. Dr. Angela Berlis hielt einen Vortrag über „Die Bedeutung anthropologischer Argumente der Scholastik für die moderne Debatte um die Frauenordination“.

Das Institut für Christkatholische Theologie der Universität Bern und der Schweizerische Rat der Religionen (SCR) haben am 11. November 2017 in Zusammenarbeit mit der Schweizerischen Theologischen Gesellschaft (SThG) und dem Haus der Religionen erstmals gemeinsam eine Tagung veranstaltet zum Thema «Wenn meine Wahrheit nicht Deine Wahrheit ist – Wahrheitsanspruch und Pluralität der Religionen in der Schweiz».

Experten aus Marokko, Tunesien und Oman diskutierten über Toleranz in der Islamischen Welt. Prof. Dr. Dr. Douglas Pratt, derzeit Lehrstuhlvertreter für Systematische Theologie am Institut für Christkatholische Theologie, war mit dabei.
 

Ein Gepräch über Spiritualität, Gnade und Freiheit, Schönheit und die Weitergabe des Glaubens

Das Institut für Christkatholische Theologie hat sich im Rahmen der diesjährigen Nacht der Forschung von seiner musikalischen Seite gezeigt.

Vor 100 Jahren starb Johann Friedrich, erster Dekan der 1874 gegründeten christkatholischen Katholisch-Theologischen Fakultät, Augenzeuge des Ersten Vatikanischen Konzils

Interview

Artikel aus "Christkatholisch" vom 20. 05. 2017

Jahrestagung des Internationalen Arbeitskreises Altkatholizismusforschung

Am 28. und 29. April 2017 traf sich der „Internationale Arbeitskreis Altkatholizismusforschung“ (IAAF) in Bonn zu seinem jährlichen Austausch über aktuelle Forschungsprojekte. Der Arbeitskreis wird seit 1998 von Prof. Angela Berlis (Bern) mit der jeweiligen wissenschaftlichen Assistenz am Bonner Seminar organisiert und geleitet; seit 2016 liegt die Leitung bei ihr, Prof. Andreas Krebs (Bonn) und Prof. Peter-Ben Smit (Utrecht/Amsterdam).

 

Vom 29. August bis 2. September 2016 traf sich die 44. Internationale Alt-Katholische Theologenkonferenz in Neustadt/W. (Deutschland) zum Thema „Den Glauben weitergeben“. Dabei wurden Workshops und Präsentationen über die Weitergabe des Glaubens in der kirchlichen Praxis mit theologischen Reflexionsvorträgen verbunden.

Die drei Grundvollzüge der Kirche (Leitourgia, Diakonia und Martyria) bildeten die Basis für die Themenbereiche der Konferenz: neue Formen der Seelsorge über die Gemeindegrenzen hinaus (Pflegeheim, Citykirche, geistliches Zentrum), Neubau und Neueinrichtung von Kirchengebäuden (unter Berücksichtigung der liturgischen Möglichkeiten und der Kirchenpädagogik), sowie neuere katechetische Methoden und Inhalte (z.B. bezüglich Sakramentenkatechese, Erwachsenenbildung, Katechese als Mystagogie).

Die Konferenz verstand „Weitergabe des Glaubens“ als vielstimmige Fortsetzung und Weiterentwicklung des Lebens einer Glaubensgemeinschaft in allen ihren Vollzügen. Vor diesem Hintergrund konnte die Konferenz die altkatholische Communio-Ekklesiologie sowohl in Hinblick auf Initiation und Mystagogie als auch auf kirchliche Präsenz und kirchlichen Dienst über Gemeindegrenzen hinaus vertiefen. Die Weitergabe des Glaubens geschieht dabei sowohl diachron als auch synchron, von Generation zu Generation, durch die Geschichte hindurch und im Hier und Heute. Getragen wird sie von der Kirche als Gemeinschaft und den einzelnen Gläubigen. Als Kraft und zugleich als Herausforderung altkatholischer Ekklesiologie und Theologie erwies sich, dass sie grundsätzlich von der eucharistischen Gemeinschaft her denkt. Kennzeichnend für eine derartige Gemeinschaft ist, dass sie in ihrem Feiern, Dienen und Bezeugen über die eigenen Grenzen hinaus wirkt. Zugleich wird sie dazu herausgefordert, die damit einhergehenden ekklesialen Grauzonen als Ausdruckformen von Kirchesein theologisch zu reflektieren.

Der Konferenzausflug führte dieses Jahr nach Worms, wo die Denkmäler einer Jahrhunderte alten jüdischen Lehrtradition die Konferenzteilnehmenden zu einer vertieften Reflexion von Lernen und Lehren inspirierten.