Aktuelles

Am 6. November 2023 fand die akademische Festveranstaltung anlässlich der Umwandlung der Assistenzprofessuren von Georgiana Huian (Institut für Christkatholische Theologie ) und Mathias Wirth (Institut für Systematische Theologie) in ausserordentliche Professuren statt. Das verbindene Thema dieser Festveranstaltung war «Verantwortungsszenarien christlichen Glaubens und Raumforderungen».

Prof. Dr. Gregor Maria Hoff
© Nik Egger

Prof. Dr. Gregor Maria Hoff (Paris-Lodron-Universität Salzburg) hielt den Festvortrag.

Prof. Dr. Georgiana Huian
© Nik Egger

Proff. Huian und Wirth haben mit Kurzvorträgen darauf aus ihren jeweiligen Fachgebieten reagiert. Der Festanlass wurde durch Judith Wipfler vom Schweizer Radio, Ehrendoktorin der Theologischen Fakultät, moderiert.

Proff. Huian und Wirth, Prof. Dr. Gregor Maria Hoff, Judith Wipfler
© Nik Egger

Die Festveranstaltung endete mit einem feierlichem Apéro im Hauptgebäude der Universität Bern. Das Gruppenfoto mit den Mitgliedern des Instituts für Christkatholische Theologie wurde im Treppenaufgang des Hauptgebäudes aufgenommen.

Gruppenfoto der Institutsmitglieder des ICKath
© Nik Egger

In der Abteilung für Systematische Theologie und Ökumene (Prof. Dr. Georgiana Huian) des Instituts für Christkatholische Theologie der Theologischen Fakultät der Universität Bern ist ab dem 1. Januar 2024 eine Assistenzstelle (Doktorat, 4 Jahre, Vollzeit) zu besetzen.

Dieses Symposium in einem hybriden Format wird ein ökumenisches, innerchristliches Gespräch umfassen. Es wird sich mit den Fragen und Herausforderungen befassen, die der Dialog mit den Muslimen für die christliche Theologie und Praxis aufwirft, und untersuchen, wie der christlich-muslimische Dialog theoretisch und praktisch umgesetzt wird. Obwohl es sich in erster Linie um ein innerchristliches Gespräch handelt, wird das Symposium auch Überlegungen muslimischer WissenschaftlerInnen über ihre Erfahrungen mit dem christlich-muslimischen Dialog beinhalten.

Das Symposium wird Gelegenheit bieten, von den Überlegungen und Fragen derjenigen zu erfahren, die zwei bedeutende und seit langem laufende christlich-muslimische Dialogprozesse organisiert und/oder daran teilgenommen haben, nämlich Building Bridges und Theologisches Forum Christentum - Islam, sowie von christlichen WissenschaftlerInnen mit Fachwissen in verschiedenen theologischen Disziplinen.

Mit dieser Veranstaltung endet auch die formale Verbindung von Professor Douglas Pratt, der seit November 2011 als außerordentlicher Forschungsprofessor am Institut für Christkatholische Theologie der Universität Bern tätig ist. Sein jüngstes Buch, Contemporary Christian-Muslim Dialogue: Two Twenty-First Century Initiatives (London: Routledge, 2021) ist für den Schwerpunkt des Symposiums von großer Bedeutung. In seinen abschließenden Bemerkungen wird er die Frage der Zukunft des Dialogs aufgreifen und darlegen, was dies für die theologische Reflexion bedeutet: die Aussicht auf eine Theologie nach dem Dialog.

Wir hoffen, dass Sie sich uns anschließen können, entweder persönlich oder per Zoom-Link. Für die Anmeldung und den Zoom-Teilnahme-Link, kontaktieren Sie bitte bis zum 20. Oktober 2023: ickath.theol@unibe.ch

Im Oktober erscheint das Buch "Anny Peter (1882-1958). Christkatholische Frauenrechtlerin, Pazifistin und Pädagogin". Das Buch beruht auf einer MA-Arbeit am Departement für Christkatholische Theologie. Am 19. August 2023 um 14:30 findet der Vortrag der Autorin im Christkatholischen Kirchgemeindehaus, Kirchgasse 15, Olten statt.

Ein Studienbuch in serbischer Sprache

Am 19. Juni 2023 fand in der Kirche der Hl. Dreifaltigkeit in Zürich die Präsentation des Buches "Die Christkatholische Kirche. Geschichte und Gegenwart" statt.

Das Buch entstand auf Anregung der Theologischen Fakultät in Belgrad, die ihren Studierenden, ihrem Lehrkörper und weiteren Interessierten gerne eine aktuelle Darstellung des Altkatholizismus in serbischer Sprache zur Verfügung stellen wollte. Das Studienbuch wurde von Mitarbeitenden und Doktorierenden des Instituts für Christkatholische Theologie in Bern gemeinsam erarbeitet und von Milan Kostrešević ins Serbische übersetzt.

Die erste Auflage erschien bereits 2019, konnte aber wegen der Pandemie nicht einem breiteren Publikum vorgestellt werden. Inzwischen ist sie vergriffen. Für die zweite Auflage wurden ein paar Aktualisierungen vorgenommen.

Angela Berlis

The basis of the relationship between the Churches of the Anglican Communion and the Old Catholic Churches of the Union of Utrecht is the ecclesial communion established by the Bonn Agreement of 1931 - a communion that is grounded in a shared faith and common sacramental life. So the 2023 Theological Conference will first reflect theologically on the sacramental foundation of our common life. Then, second, it will explore the practical and missiological consequences that follow from this theological perspective for our churches in the context of the world of today. 28 August-1 September 2023 Neustadt a. d. Weinstraße (Germany): details  and registration.

Am Sonntag, 7. Mai 2023 um 10 Uhr wird in der Sternstunde Religion auf SRF1 der Dokumentarfilm "queer glauben" zu sehen sein. Protagonist*innen des Films sind zwei Studierende der Theologischen Fakultät. Stefanie Arnold (Master christkatholische Theologie 2021) wurde während ihres Vikariats vom Filmteam begleitet, Ari Lee (Masterstudent evangelisch-reformierte Theologie) während seines Praktischen Semesters.
Stefanie Arnold ist lesbisch. Ari Lee ist trans. Beide sind gläubig und auf den Weg in den kirchlichen Dienst. Ist das heute eine Selbstverständlichkeit? Wie erleben sie als queere Menschen die kirchlichen Institutionen, die von vielen als konservativ und patriarchal wahrgenommen werden? Und wie kämpfen andere Menschen aus der queeren Community für ihren Platz in der Kirche?

Weitere Informationen auf der Webseite der Sternstunde Religion

Die Theologische Fakultät der Universität Bern lädt ein zum Habilitationsvortrag von AssProf. Dr. Georgiana Huian: "Kindsein und Gotteskindschaft. Zur Spannung zwischen Fragilität und Vollkommenheit". Der Vortrag findet statt am Dienstag, 18. April 2023 um 18.15 Uhr
in Unitobler, Lerchenweg 36, Raum F-121.

Das Institut für Christkatholische Theologie der Universität Bern lädt ein zum öffentlichen Vortrag «Christkatholische Theologie an der Universität Sofia» von Prof. Dr. Ivaylo Naydenov, Dekan der orthodoxen Theologischen Fakultät in Sofia (Bulgarien), Response von Prof. em. Dr. Urs von Arx (Bern). Im Anschluss daran findet zu Ehren von Prof. Dr. Urs von Arx ein Apéro statt.
Dienstag, 2. Mai 2023, 18.15–19.45 Uhr, Kuppelraum (4. Stock), Hochschulstrasse 4, Bern

Anmeldung bis 26. April an ickath.theol@unibe.ch

V.l.n.r. Proff. Andreas Wagner und Katharina Heyden, K. Jennings, sowie Proff. Angela Berlis (Erstbetreuerin) und Bernd Nicolai (Zweitbetreuer)
Katherine Jennings aus Neuseeland bei der Verteidigung ihrer Dissertation am 4. April 2023. V.l.n.r. Proff. Andreas Wagner und Katharina Heyden, K. Jennings, sowie Proff. Angela Berlis (Erstbetreuerin) und Bernd Nicolai (Zweitbetreuer).

Am Dienstag, 4. April 2023, hat Katherine Jennings ihre Dissertation: "French Stranger – Spiritual Home. A Material Biography of the Church of Saint Peter and Paul (Bern), 1846-2022." erfolgreich verteidigt.

Gruppenfoto von KonferenzteilnehmerInnen vor dem Haus der Universität
Foto: Meriel Lanutti

Anlässlich des 60. Geburtstags von Prof. Dr. Angela Berlis organisierte das Institut für Christkatholische Theologie der Universität Bern am 17./18. März 2023 die internationale Tagung "Konflikt und Kontinuität: Religiöse Biographien im 19. und 20. Jahrhundert." Der Konferenz ging ein Kolloquium für NachwuchswissenschaftlerInnen voraus, der sich mit Karrierewegen in den Bereichen Kirchengeschichte und Liturgiewissenschaft befasste.

Prof. Dr. Angela Berlis hat sich konsequent den vergessenen und/oder marginalisierten Persönlichkeiten der neueren Kirchengeschichte gewidmet. Deren Biographien hat sie in den historischen Kontext eingeordnet, der oft von kirchenpolitischen Auseinandersetzungen um Erneuerung und Reform geprägt war. In jüngster Zeit hat sie auch Aspekte der materiellen Kultur und der Körpergeschichte einbezogen. So definieren wir den Begriff "Biographie" in einem weiten Sinne: Von Individualbiographien über Kollektivbiographien bis hin zu materialgeschichtlichen Studien und Biographien von Körpern.

Prof. Dr. Mariya Horyacha (Universität Lviv, Ukraine) ist im FS 2023 Gastforschende am Institut für Christkatholische Theologie. Im Rahmen der Christkatholisch-theologischen Sozietät hält sie am 21. März einen Vortrag zum Thema "Traditional Churches of Ukraine in the Wartime (2022-2023): Challenges and Responses".

In FS 2023 wird Prof. Dr. Georgiana Huian ein Seminar zum Thema „Das echte Spiel der Virtualität. Aspekte einer digitalen Anthropologie“ jeweils donnerstags, 10-12 Uhr, im Seminarraum F -101 (Unitobler) durchführen. Das Seminar untersucht die Transformationen der Anthropologie durch die digitale Wirklichkeit. Herzlich willkommen!

Katholizismus am Scheideweg: Die katholischen Kirchen der Schweiz nach dem ersten Vatikanischen Konzil

Ganztägiges Symposium aus Anlass der Berner Rede von Joseph Hubert Reinkens in der Heiliggeistkirche vom 9. Dezember 1872 mit
Abendveranstaltung in der Berner Heiliggeistkirche; organisiert durch die christkatholische Kirchgemeinde Bern und die römisch-katholische
Gesamtkirchgemeinde Bern Veranstaltung der Professur für Allgemeine Kirchengeschichte und Geschichte des Altkatholizismus an der Universität Bern und der Professur für Kirchengeschichte an der Universität Luzern.

Im Frühjahrssemester 2022  hat  Dr. Kaholi Zhimomi, Assistenzprofessorin für Christentumsgeschichte am United Theological College in Bangalore (Indien) einen „englischen Lehrauftrag“ übernommen. Diese Lehraufträge wurden vom Internationalen Büro der Universität Bern ausgeschrieben, das Institut für Christkatholische Theologie hatte sich darum beworben.

Prof. Kaholi Zhimomi verbringt mehrere Monate ihres Forschungsaufenthaltes in Bern, um hier in Forschung und Lehre zu arbeiten über Machtdynamiken zwischen Minderheiten und Mehrheiten auf politisch-gesellschaftlicher und religiöser Ebene. Seit den 1960er und 1970er Jahren wurde im englischen Sprachraum ein eigener akademischer Forschungszweig, die „minority studies“, entwickelt. Dort wird in einer multidisziplinären Herangehensweise nach dem Einfluss von Ethnizität, Migration, Nationalismus, Geschlechteridentitäten und Religiosität auf die Veränderung der Gesellschaft gefragt. Zugleich werden die Erfahrungen von Minderheiten – u. a. ihr Erleben von Ausgrenzung, Fremdenfeindlichkeit und Intoleranz – einbezogen.

Am 2. April 2022, einige Tage nach seinem 95. Geburtstag, ist Walter Frei im Spital Langnau gestorben.

Herwig Aldenhoven im Gespräch mit seinen Kollegen Peter Amiet und Kurt Stalder um 1980.

Prof. Dr. Herwig Aldenhoven (1933 Wien-2002 Bern) lehrte an der Christkatholisch -Theologischen Fakultät der Universität Bern rund drei Jahrzehnte lang systematische Theologie und Liturgik. Die für diesen Band ausgewählten Arbeiten wurden teils für Fachgremien, teils für mitdenkende Glieder der Kirche geschrieben. Sie alle beruhen auf einem altkirchlichen Grundgedanken, auf den der Titel des Buches verweist: Die Liturgie der Kirche steht in einem wechselseitigen Zusammenhang mit der Glaubenslehre. Die akademische Theologie als Beitrag zur Explikation des Glaubens ist in diesem Kontext rational-weltzugewandt, doch sie ist sich zugleich ihrer Grenzen, letztlich ihrer Unmöglichkeit bewusst. In diesem Rahmen berücksichtigt Aldenhoven häufig ostkirchliche Stimmen in der Überzeugung, dass die Orientierung an einer für Ost- und Westkirchen gemeinsamen Tradition auch für ein vertieftes ökumenisches Gespräch unter den Kirchen fruchtbar ist. Mit diesem Ansatz repräsentiert das Werk Aldenhovens ein Grundanliegen im klassischen Selbstverständnis der Altkatholischen Kirche. Die einzelnen Arbeiten lassen sich drei Themenfeldern zuordnen: Sie handeln von der Struktur des eucharistischen Gebets, vom paradoxen Charakter der Rede vom dreifaltigen Gott und vom Verständnis der Kirche als einer nicht-autoritären verbindlichen Gemeinschaft.

Der Herausgeber Prof. em. Dr. theol. Dr. theol. h.c. Urs von Arx (geb. 1943) lehrte von 1986 bis 2008 an der Christkatholisch-Theologischen Fakultät (ab Herbst 2001 am Departement für Christkatholische Theologie der Theologischen Fakultät) der Universität Bern Neues Testament, Homiletik und Geschichte des Altkatholizismus. Während vieler Jahre war er Mitglied internationaler und nationaler bilateraler Gesprächskommissionen, in denen die Altkatholische Kirche einen Beitrag zur Entdeckung der Einen Kirche zu leisten versucht.