Forschung vernetzt

Zur Entstehung des IAAF

Der Internationale Arbeitskreis Altkatholizismusforschung (IAAF) wurde am 9. Oktober 1998 ins Leben gerufen, als in Bonn auf Einladung des dortigen Alt-Katholischen Seminars eine Gruppe von theologisch und historisch interessierten Frauen und Männern aus den Niederlanden, Deutschland und der Schweiz zusammenkam, um sich über bestehende und wünschenswerte Projekte zur Erforschung des Altkatholizismus auszusprechen. Heute gehören dem IAAF auch Mitglieder aus Österreich, Tschechien und Polen an. Er steht Personen mit einem entsprechenden universitären Abschluss offen.

Als ein vorrangiges Ziel wurde die Sicherung und Erfassung von Quellen festgestellt - auf orts-, regional- und landesgeschichtlicher Ebene, aber auch im Hinblick auf die wechselseitigen Beziehungen der in der Utrechter Union vereinigten Kirchen - sowie die Erstellung von Katalogen zu Archivbeständen und Bibliotheken. Darauf können grössere und kleinere Arbeiten mit unterschiedlichen Fragestellungen aufbauen. Darüber hinaus wird auch eine intensivierte systematisch-theologische Reflexion der altkatholischen Anliegen angestrebt. Ein erstes gemeinsames Buchprojekt betrifft ein bio-bibliographisches Lexikon zum Altkatholizismus: „Altkatholische Biographie“ (AKBi). Von diesem „work in progress“ sind – über das provisorische Verzeichnis der berücksichtigten Personen hinaus – einzelne Beiträge schon geschrieben und einzusehen

Weiterhin ist der IAAF bestrebt, einschlägige theologische Veröffentlichungen aus altkatholischer Feder zu dokumentieren, zudem auch Arbeiten über den Altkatholizismus von nicht-altkatholischen Autorinnen und Autoren (vgl. unter „Publikationslisten“). In diesem Sinn wird jedes Jahr eine Publikationsliste erstellt, deren Auswahlkriterien freilich noch unterschiedlich angewandt werden. Ergänzende Mitteilungen sind erbeten an eine der drei unten genannten Kontaktpersonen oder direkt an Prof. Dr. Angela Berlis.

Kontaktpersonen

  • Prof. Dr. Angela Berlis, Theologische Fakultät der Universität Bern, Departement für Christkatholische Theologie, Unitobler, Länggassstrasse 51, CH-3012 Bern
  • Anja Goller, Alt-Katholisches Seminar der Universität Bonn, Adenauerallee 33, D 53113 Bonn
  • Prof. Dr. Peter-Ben Smit, Universität Utrecht, NL

Die IKZ ist wohl der erste und wichtigste Ort, wo man sich laufend und direkt über die Entwicklung altkatholischer Theologie und über Ergebnisse historischer Forschung zum Altkatholizismus orientieren kann. Im weiteren berichtet die IKZ über die Wahrnehmung des ökumenischen Anliegens der altkatholischen Kirche, zu deren vorrangigen Partnern traditionell die östliche Orthodoxie und die anglikanische Kirchengemeinschaft gehören.

In der "Kirchlichen Chronik" werden einerseits die offiziellen Verlautbarungen der "Internationalen Altkatholischen Bischofskonferenz" (IBK), dem ersten Organ der Utrechter Union, veröffentlicht, aber auch wichtige Beschlüsse der altkatholischen Orts- bzw. Nationalkirchen. Andererseits werden für den Altkatholizismus wichtige Ereignisse aus der weltweiten Ökumene aufgegriffen und mitgeteilt.

Die IKZ dokumentiert im weiteren die regelmässig stattfindenden Internationalen Altkatholikenkongresse, die Internationalen Theologenkonferenzen, die Tagungen anglikanisch-altkatholischer Konsultationen u.a.m. Bekannt ist die 1940 von Prof. Bertold Spuler (Hamburg) begonnene, und zuletzt über 110 Folgen umfassende Berichterstattung über die orthodoxen und orientalischen Kirchen.  Webseite Internationale Kirchliche Zeitschrift