Publikationen

Eine Übersicht über die Publikationen der Mitarbeitenden am Institut für Christkatholische Theologie findet sich jeweils auf der persönlichen Mitarbeiterseite. Hinweise auf aktuelle Forschungsbeiträge sind auf BORIS zu finden. Jahresverzeichnisse über altkatholische Veröffentlichungen seit 1998 stehen in der internationalen altkatholischen Bibliographie zur Verfügung.

Seit 1893 erscheint die Internationale Kirchliche Zeitschrift in enger Zusammenarbeit mit der an der Universität Bern verankerten Christkatholischen Theologie; sie wurde und wird in der Regel hauptverantwortlich von einem Mitglied der Professorenschaft herausgegeben, derzeit von Prof. Dr. Angela Berlis.
 

Christian-Muslim Relations. A Bibliographical History

Christian-Muslim Relations. A Bibliographical History Volume 15 Thematic Essays (600-1600) - Douglas Pratt (Hg.), Charles Tieszen (Hg), David Thomas, John Chesworth History of Christian-muslim Relations, Band 40), 2020, 596 S., ISBN-13 : 978-9-004-42319-0

Christian-Muslim Relations, Volume 15 A Thematic History (600-1600) consists of 20 essays illustrating the range, complexity, and dynamics of interaction between the two faiths during the first thousand years of encounter. This period sets the scene for understanding contemporary relations and issues.

Frei - gleich - solidarisch. Pierre César (1853-1912)

«Frei - gleich - solidarisch. Pierre César (1853-1912)» Leben und Werk des Pfarrers, Schriftstellers, Journalisten und Pädagogen Pierre César (1853-1912) in ethischer Perspektive - Erika Moser Rudolf Gottfried Bindschedler-Familienstiftung 2020, ISBN-13: 978-3-952-14822-8

Mit ihrer Masterarbeit präsentiert Erika Moser eine aktualisierte Biografie des unentwegt schaffenden Pfarrers, Schriftstellers, Journalisten und Pädagogen. In der Ajoie in ärmliche Verhältnisse geboren, wird ihm ermöglicht, sich zu bilden. Er nutzt die Chance und besucht von 1869 bis 1873 in Porrentruy das Seminar und wird Lehrer. Ein Jahr später ist er in Bern, um sich an der Theologischen Fakultät der Universität Bern zum Pfarrer auszubilden. 1878 schliesst er sein Studium ab. César bleibt zeitlebens ein Bildungsförderer, der Bildung als Mittel zur Linderung von Elend sieht; aus der Bildung wiederum wächst Fortschritt, Teilhabe und Teilnahme am demokratischen Staat. Seine Tätigkeit als christkatholischer Pfarrer – erst in Charmoille, ab 1884 in Saint-Imier – führt ihn nahe an die Bevölkerung. Er erkennt die herrschenden sozialen Missstände und schafft pragmatisch Abhilfe, einerseits durch persönliches Engagement, andererseits durch Einsatz seiner persönlichen Netzwerke. Der liberale Pierre César bevorzugt privat initiiertes soziales Engagement, und er geht stets mit gutem Beispiel voran. Pierre César war auch ein talentierter und viel gelesener Schriftsteller. In unterhaltenden Erzählungen und Novellen schildert er Schicksale und Gegebenheiten, die oft im Jura spielen. Er hat auch hier ein aufklärerisches, bildendes Motiv und den Wunsch, Verständigungs- und Verständnisbrücken zu bauen. Sein Werk lässt sich dem französischen Realismus zuordnen; als Realist bemüht er sich um eine möglichst getreue Wiedergabe der Realität, was dazu führte, dass seinem Werk heute grosser kulturhistorischer Wert zugestanden wird. Es zählt zum kulturellen Gedächtnis des Juras. Erika Moser leistet mit der vorliegenden Arbeit nicht nur einen wichtigen Beitrag zur Christkatholizismus-Forschung der Schweiz für die Region Jura, sondern es gelingt ihr ebenso, die Person Pierre César in ihren vielen Facetten aufleben zu lassen.

Die Bibel war für sie ein politisches Buch

Die Bibel war für sie ein politisches Buch: Bibelinterpretationen der Frauenemanzipationsbewegungen im langen 19. Jahrhundert - Irmtraud Fischer, Edith Petschnigg, Nicole Navratil, Angela Berlis, Christiana de Groot (Hg.) (Theologische Frauenforschung in Europa, Bd. 29) LIT Verlag Münster 2020, 222 S., ISBN-13: 978-3-643-51019-8

Im 19. Jahrhundert liegen die Ursprünge sowohl der Internationalität der Frauenbewegungen als auch des Aufbruchs von Frauen zu wissenschaftlichem Engagement in der Erforschung der Bibel und ihres sozialgeschichtlichen Umfeldes. Wer für die Gleichberechtigung der Frauen und gegen die Benachteiligung aufgrund des Geschlechts kämpfte, kam damals an der Bibel und ihren traditionellen Auslegungen nicht vorbei. Die Beiträge widmen sich Ländern wie Schweden, Finnland, Lettland oder Armenien, dem Schaffen von Literatinnen sowie der archäologischen Erforschung der biblischen Landschaften durch Frauen. Mit Beiträgen von Dace Balode, Anne Blyth, Irmtraud Fischer, Michel Grandjean, Izaak J. de Hulster, Mariam Kartashyan, Päivi Salmesvuori, Hanna Stenström.

Frauenbewegungen des 19. Jahrhunderts

Frauenbewegungen des 19. Jahrhunderts – Hrsg. Irmtraud Fischer, Angela Berlis, Christiana DeGroot (Die Bibel und die Frauen. Eine exegetisch-kulturgeschichtliche Enzyklopädie, 8.1.), Stuttgart (Kohlhammer) 2020, 382 S., ISBN-13: 978-3-170-39638-8

Im "langen 19. Jahrhundert" gab es nicht nur zahlreiche religiöse Neuaufbrüche von Frauen, sondern auch Bewegungen, in denen Frauen ihre Rechte als Bürgerinnen einforderten. Auch diese mussten sich mit der Bibel auseinandersetzen, die in ihrer herkömmlichen Auslegung eine der Hauptquellen für die Unterordnung der Frauen war. Der vorliegende Band widmet sich dem Kampf der Frauen gegen soziale und rechtliche Benachteiligung. Im ersten Teil stellt ein Artikel die Rechtslage in den unterschiedlichen europäischen Ländern samt ihren kolonialen Einflussgebieten sowie in Amerika dar und verknüpft diese mit den nationalen Frauenbewegungen. Im zweiten Teil werden exemplarische Frauenpersönlichkeiten mit ihrem Lebenswerk, ihren internationalen Vernetzungen und ihren Bibelinterpretationen vorgestellt. Dabei wird deutlich, dass Vieles an Forderungen, politischer Vernetzung und kreativer Bibelinterpretation schon einmal da war, was in der Nachkriegszeit wieder mühsam erarbeitet werden musste. Einleitung von Angela Berlis, Beiträge von Ute Gerhard, Christine Lienemann-Perrin, Claudia Setzer, Joy A. Schroeder, Arnfridur Gudmundsdottir, Christiana de Groot, Izaak D. de Hulster, Royce M. Victor, Amanda B. Russell-Jones, Kristin Du Mez, Aud V. Toennessen, Elisabeth Joris and Adriana Valerio

Zwischen kirchlicher Reform und Kulturimperialismus

Zwischen kirchlicher Reform und Kulturimperialismus: Die Bulle Reversurus (1867) und das armenisch-katholische Schisma in seinen transnationalen Auswirkungen - Mariam Kartashyan (Band 35 von Studien Zur Aussereuropaischen Christentumsgeschichte Asien, Afrika, Lateinamerika/ Studies in the History of Christianity in the Non-western World As) Harrassowitz Verlag 2020, 304 S., ISBN-13: 978-3-447-11401-1

Als Papst Pius IX. 1867 die eigenkirchlichen Rechte der armenisch-katholischen Kirche durch die Bulle Reversurus einschränkte, wollte er durch eine stärkere Bindung der Kirche an Rom ihre Reform einleiten. Die päpstliche Zentralisierungspolitik führte jedoch zum armenisch-katholischen Schisma (1871–1879/81), dass aufgrund der gegebenen politischen Konstellationen in Europa und im Orient das Interesse der europäischen Großmächte auf sich zog. Deren politische Ziele und Rivalitäten beeinflussten in der Folge den Verlauf des Schismas. Neben dieser komplexen politischen Gemengelage entwickelten sich jedoch auch neue zwischenkirchliche Beziehungen. Auf der Grundlage freundschaftlicher Kontakte zwischen katholischen Armeniern, Altkatholiken und Anglikanern bildete sich ein internationales Netzwerk. Mariam Kartashyan stellt die transnationalen Auswirkungen des armenisch-katholischen Schismas im Osmanischen Reich in den Mittelpunkt ihrer Studie und analysiert sowohl die vielfältigen diplomatischen Verwicklungen als auch die daraus resultierenden zwischenkirchlichen Verbindungen. Zudem geht sie der Frage nach, inwieweit die politischen Eingriffe während der römischen Reformbestrebungen auch als Ausdruck eines Kulturimperialismus gegenüber den katholischen Armeniern zu werten sind.

Geloof dat probeert te begrijpen

Geloof dat probeert te begrijpen. Bijdragen tot een oud-katholieke theologische benadering – Mattjis Ploeger (Publicatieserie Stichting Oud-Katholiek Seminarie 63) Amersfoort/Sliedrecht (Merweboek) 2020, 192 S., ISBN-13: 978-9-057-87204-4

Augustin

Augustin. Le cœur et la crise du sujet – Georgiana Huian Les Éditions du Cerf 2020, 512 p., ISBN-13 : 978-2-204-13397-5

Comment le cœur se présente-t-il comme le lieu d’un secret qui déclenche la crise du sujet ? Est-il possible de remonter, au fil de cette crise, vers le sens originel du cœur ? Finalement, le cœur est-il plus qu’une métaphore ? Georgiana Huian se penche sur ces questions, en « pensant avec » Augustin et en le faisant dialoguer avec la tradition gréco-orientale du cœur. L’auteur se propose de reconstruire la conception augustinienne du mystère de l’homme à partir d’un soi confronté à sa crise. La crise n’est pas simplement la manifestation des maladies spirituelles et des paradoxes du soi, mais un horizon de visibilité qui s’ouvre dans la lumièrede Dieu. Or, dans cette lumière, l’homme peut voir son cœur comme le centre de toutes ses potentialités, mais aussi comme une profondeur insondable qui abrite l’image de Dieu. C’est cette vision qui dévoile le sens transfigurateur de la crise, et entraîne le cœur à redécouvrir sa vocation itinérante et liturgique.

Selbstwerdung in Würde

Selbstwerdung in Würde. Philosophisch-theologisches Nachdenken über das Menschsein heute – Klaus Rohmann 2019, 156 S., ISBN-13: 978-3-534-40300-4

Die menschliche Individualität, die seit Beginn der Neuzeit als eigener Wert betrachtet wurde, hat durch die Einebnung des Menschen in die gesellschaftliche Masse beträchtliche Einbußen erfahren. Diese Beeinträchtigung des Selbstwertgefühls lässt uns die Frage nach dem Lebenssinn stellen und wir bemühen uns, unseren individuellen Eigenwert durch die Forderung nach umfassender Selbstbestimmung und Beachtung unserer Würde zu retten. Wie dies erfolgreich gelingen kann, erörtert dieser Band anhand der Ausführungen zur Selbstbestimmung des Philosophen Charles Taylors, der Philosophie Emmanuel Lévinas über den Primat des Anderen und der Gedanken des Psychiaters Viktor Frankls, in dessen Mittelpunkt das Problem des Sinnverlustes steht. Auf dieser Grundlage legt Klaus Rohmann dar, dass der Eigenwert des Selbst nur in einem steten Werdeprozess erreichbar ist. Dieser Prozess beinhaltet eine Selbsttranzendenz, ein ständiges Über-sich-Hinausgehen zur Selbstwerdung in Würde.

Old Catholic Theology

Old Catholic Theology: An Introduction – Peter-Ben Smit Brill 2019, 139 S., ISBN-13: 978-9-004-41214-9

Old Catholic theology is the theology that is characteristic of the Old Catholic Churches of the Union of Utrecht. Old Catholic Theology: An Introduction, authored by Peter-Ben Smit, an acknowledged expert in the field, outlines the main characteristics of and influences on Old Catholic theology, as well as the extant ecumenical relationships of the Old Catholic Churches. In doing so, it covers what may be called 'mainstream' Old Catholic theology, while also discussing the diversity within the Old Catholic tradition. Particular attention is given to the Old Catholic approach to theology in general and to ecclesiology, sacramental theology and ecumenical theology in particular. Further foci include the version of communio-theology, the appertaining sacramental understanding of the church, the inherent connection between theology and (liturgical) spirituality, the distinct branch of communal hermeneutics and the understanding of the appeal to the early Church that Old Catholic theologians developed in the course of the 20th century.

Старокатоличка црква

Старокатоличка црква: историја и садашњост [Die christkatholische Kirche: Geschichte und Gegenwart] - Adrian Suter, Angela Berlis, Thomas Zellmeyer, Milan Kostresevic, Maja Weyermann, Stefanos Athanasiou, Erika Moser Biblijski institut & Centar za biblijske studije Banja Luka 2019, ISBN-13 : 978-9-997-63944-8

Das Buch entstand auf den Wunsch der Belgrader Fakultät, die ihren Studierenden genauere Kenntnisse über christkatholische Theologie und Kirche vermitteln will. Es wurde gemeinsam von den Mitarbeitenden des Instituts für Christkatholische Theologie erarbeitet und gehört ab sofort in Belgrad zur Pflichtlektüre im Studium der Ökumenischen Theologie. Milan Kostrešević, einer von derzeit zwei serbischen Doktoranden in Bern, hat das Buch übersetzt, das in erweiterter Fassung auch in deutscher Sprache erscheinen wird.

Aufbruch und Widerspruch

Aufbruch und Widerspruch. Schweizer Theologinnen und Theologen im 20. und 21. Jahrhundert - hg. von Angela Berlis, Stephan Leimgruber und Martin Sallmann TVZ Theologischer Verlag Zürich 2019, 848 Seiten, ISBN-13: 978-3-290-18147-5

Das vorliegende ökumenische Handbuch versammelt Biografien von 55 massgeblichen theologischen Persönlichkeiten aus der Schweiz, u.a. von den Berner Professoren an der Christkatholischen Fakultät Adolf Thürlings, Albert Emil Rüthy, Herwig Aldenhoven, Walter Frei, Peter Amiet, Anastasios Kallis (orthodox) und Urs von Arx sowie über Altbischof Hans Gerny, Christkatholische Kirche der Schweiz. Sie alle haben im 20. Jahrhundert und bis in die neueste Zeit das theologische Verstehen und ethische Handeln in den Kirchen, an den Universitäten und in der Gesellschaft reflektiert und geprägt, sei es in biblischer, ökumenischer oder interreligiöser Hinsicht, sei es aus historischer, systematischer oder praktischer Perspektive. Wie in den beiden Vorgängerbänden (I:1990; II: 1998) konzentrieren sich die von verschiedenen Autoren und Autorinnen verfassten Artikel auf exemplarische Werkanalysen, persönliche Begegnungen und die spezifische Stossrichtung des theologischen Denkens. Sie bieten eine knappe, informative Übersicht zu Leben und Werk der porträtierten Theologinnen und Theologen, inklusive einer Bibliografie. So führt dieser Band ein faszinierendes Geschichtswerk weiter undskizziert zugleich die aktuelle Landschaft der römisch-katholischen, evangelisch-reformierten und christkatholischen Theologie der Schweiz.

Liste der porträtierten TheologInnen.pdf (PDF, 4.2 MB)

Besprechung des Buches im Radio am 27. Juni 2019 in „Kontext“ durch das Sachbuchtrio: Link zur Radiosendung

Everyday Life and the Sacred

Everyday Life and the Sacred Re/configuring Gender Studies in Religion - Angela Berlis (University of Bern), Anne-Marie Korte (University of Utrecht) and Kune Biezeveld † Brill 2017, 407 S. ISBN-13: 978-9-004-25460-2

An interdisciplinary gender-sensitive approach toward perspectives on the everyday and the sacred are the hallmark of this volume. Looking beyond the dualistic status-quo, the authors probe the categories, textures, powers, and practices that define how we experience, embody, and understand religion and the sacred, their interconnection, but also disassociation with the secular. Contributions by an international group of feminist theologians and religious studies scholars aim to re-configure the study of both religion and gender: Angela Berlis, Anne- Marie Korte, Kune Biezeveld, Helga Kuhlmann, Maaike de Haardt, Akke van der Kooi, Dorothea Erbele-Küster, Willien van Wieringen, Magda Misset-van de Weg, Gé Speelman, Mathilde van Dijk, Jacqueline Borsje, Hedwig Meyer-Wilmes, Goedroen Juchtmans, Alma Lanser and Riet Bons-Storm. Readership: All interested in Gender Studies in Theology and Religious Studies, concerned with the relationship between everyday life and the sacred.

Everyday Life and the Sacred (PDF, 1.7 MB)