Internationale Kirchliche Zeitschrift

Die IKZ ist wohl der erste und wichtigste Ort, wo man sich laufend und direkt über die Entwicklung altkatholischer Theologie und über Ergebnisse historischer Forschung zum Altkatholizismus orientieren kann. Im weiteren berichtet die IKZ über die Wahrnehmung des ökumenischen Anliegens der altkatholischen Kirche, zu deren vorrangigen Partnern traditionell die östliche Orthodoxie und die anglikanische Kirchengemeinschaft gehören.

 

 

Soeben erschienen: Internationale Kirchliche Zeitschrift, Heft 2/2019

Aktuelle interreligiöse Fragen, Würdigung eines armenischen Komponisten und autobiographische Exegese

Zwei Beiträge im soeben erschienenen Heft 2 /2019 der Internationalen Kirchlichen Zeitschrift beschäftigen sich mit interreligiösen Fragen: Der Schweizer reformierte Theologie Matthias Inniger nimmt in einer aktuellen Diskussion Stellung. Er plädiert dafür, in die Schweizer Armeeseelsorge auch die Seelsorge für Muslime und Angehörige anderer Religionen zu integrieren. Inniger erinnert dabei an den Feldprediger Eduard Herzog (in christkatholischen Kreisen besser bekannt als erster Schweizer Bischof) und an dessen Engagement für den Religionsfrieden im 19. Jahrhundert. Der griechische orthodoxe Theologe Georgios D. Martzelos beschreibt, wie sich die orthodoxe Kirche in den letzten Jahrzehnten mit interreligiösen Fragen auseinandergesetzt und wie dies in Konferenzen und offiziellen Stellungnahmen seinen Niederschlag gefunden hat. Der armenisch-apostolische Theologe Abel H. Manoukian führt Leben, Weg und Erbe des armenischen Musikers und Komponisten Komitas (gest. 1935) vor Augen, dessen musikalisches Erbe infolge der Auswirkungen des armenischen Genozids erst in jüngerer Zeit wieder entdeckt wird. „Gibt es eine altkatholische Exegese?“, fragt schliesslich der niederländische Theologe und Altsprachenlehrer Ari Troost, der Mitte Oktober an der Universität Utrecht promoviert worden ist. Er nähert sich der Frage autobiographisch, was die Lesenden zu einer Kindheit und Jugend in der alt-katholischen Kirche der Niederlande führt.

Angela Berlis, Chefredaktorin IKZ

Heft 1 der IKZ 2019 "Indian and European Christianity in Dialogue: Ecumenical Relations between Mar Thoma and Old Catholic Churches as a Source of Intercultural Learning"

Im Jahr 2017 fand in Bern eine Konferenz über die Beziehungen der Altkatholischen Kirchen der Utrechter Union zur indischen Mar-Thoma-Kirche statt. Das Heft enthält eine Auswahl der gehaltenen Vorträge: Urs von Arx über die Kompatibilität ökumenischer Dialoge, Joseph Daniel über die Bedeutung des Bonner Abkommens von 1931 für den jetzigen Dialog, Douglas Pratt über das ökumenische Konzept „Receptive Ecumenism“, Klaus Koschorke über die Thomaschristen in den Debatten indischer Eliten um die Wende zum 20. Jahrhundert und Bischof Mar Philoxenos über pastorale Herausforderungen heute. Adrian Suter berichtet über die wichtigsten Ergebnisse der Konferenz und den durch sie angestossenen weiteren Rezeptionsprozess des Dialogs bis heute. Der Dialog zwischen der Mar-Thoma-Kirche und der Utrechter wurde seit 2017 weitergeführt, die Kommission hat Anfang des Jahres 2019 einen Bericht verfasst, der der nächsten Sitzung der Internationalen Bischofskonferenz im Juni d. J. (sowie den Bischöfen der Mar-Thomakirche) vorgelegt wird.

Indian and European Christianity in Dialogue: Ecumenical Relations between Mar Thoma and Old Catholic Churches as a Source of Intercultural Learning, IKZ 109 (2019), H. 1, 80 S.

Angela Berlis, Chefredaktorin